Kriegsgräberstätte Maleme

An der Nordküste Kretas, etwa 20 km westlich der Hafenstadt Chania, einen Kilometer von dem Dörfchen Maleme entfernt, liegt der deutsche Soldatenfriedhof Maleme.Weit reicht der Blick in die tiefblaue Bucht von Chania. Nach Westen ziehen sich an der Hangschulter die Olivenhaine hinab bis an das wilde Flussbett des Tavronitis. Jenseits, in der Ferne, ist das Kloster Gonia zu erkennen. Nach Süden steigt das Gebirge Lefka Ori (die Weißen Berge) bis 2.450 m an.

Adresse:
Deutscher Soldatenfriedhof Germaniko Nekrotafio, Maleme
73100 Maleme/Chania-Kreta/Griechenland
GPS Koordinaten: 35°31'22.45"N; 23°49'52.27"E

Entstehung

Dem Entwurf der Anlage lag die Idee zugrunde, die Gräberfelder mit den Gefallenen entsprechend den vier Hauptkampfräumen Chania, Maleme, Rethymnon und Iraklion sichtbar zu machen. Der Umbettungsdienst des Volksbundes konnte im Zeitraum von April bis November 1960 auf der Mittelmeerinsel Kreta deutsche Gefallene aus verstreuten Feldgräbern und provisorischen Gräberanlagen bergen und in das Kloster Gonai überführen. Mehrere Jahre verblieben die Sarkophage mit den deutschen Toten an diesem geweihten Ort, bis eine Einbettung auf dem im Ausbau befindlichen deutschen Soldatenfriedhof Maleme erfolgte.

Eingangsbereich

Über die Stufen betritt der Besucher den in den Berg eingeschnittenen und umschlossenen Hof, der auf einer Seite durch das Eingangsgebäude begrenzt wird. Bänke im Schatten eines alten Ölbaumes laden zur Besinnung und Ruhe ein. Durch einen offenen Raum, in dem die Namenbücher der Gefallenen ausliegen und in welchem eine dreisprachige Ausstellung über die Entstehung des Friedhofes und über die Arbeit des Volksbundes informiert, führt der Weg auf die Höhe zu den von Mauern umschlossenen Gräberfeldern. Liegende Granitplatten mit Namen und Lebensdaten von je zwei Gefallenen kennzeichnen die mit Mittagsblumen bepflanzten Gräber. 

Gedenkplatz

Auf dem Gedenkplatz, inmitten der Gräberfelder, sind auf Metalltafeln die Namen von 360 Soldaten verewigt, die auf der Insel gefallen sind, jedoch nicht geborgen werden konnten.

Weitere Informationen zur Kriegsgräberstätte Maleme finden Sie hier.